Dienstag, 12. Januar 2021
Als ich durch die türe schritt landete ich gleich in einem büro, dort empfing mich eine schon etwas ältere dame, die mir nicht unfreundlich erschien, dennoch hatte ich sofort das gefühl, das von ihr etwas sehr autoritäres rüberkam und somit dann auch gleich das gefühl, dass es schwer wird bei ihr das zu erreichen was ich eigentlich wollte und zwar einen wohnplatz in ihrem heim. Mein gefühl trügte mich nicht. Auch wenn ich es mir zuerst fest vorgenommen hatte, bei meiner obdachlosengeschichte zu bleiben und zu sagen, ich habe keinen ort an dem ich bleiben konnte um somit meine chancen auf ein zimmer dort zu hoffen, konnte ich nicht anders, als korrekt bei der wahrheit zu bleiben. Ich weiss nicht wieso da nicht mehr anders konnte, lag es daran, dass die dame mir gegenüber mir respekt einflößte, so dass ich mir dachte wenn ich da nicht ehrlich bin könnte ich eine menge ärger bekommen oder vielleicht doch eher daran, dass ich mit meiner inneren gefühlswelt gerade wieder nicht klar kam und es mich tief innen drinnen doch wieder heim zog? Ich war mir selbst nicht im klaren darüber. Es kam dann jedenfalls so, dass ich dann doch alles so erzählte wie es wirklich ablief und auch mit dazu fügte, irgendwie wieder heim zu wollen, doch mich irgendwo nicht traute. Ich erzählte ihr dies alles und gleichzeitig verfluchte ich mich innerlich dafür! Ich wollte diesen wohnplatz doch unbedingt, wieso redete ich dann nun so was daher. Eins war klar, ich hatte mich und meine gefühle nicht mehr im griff, ich sagte was anderes als was ich wollte oder war genau das was ich sagte auch das was ich wollte und hatte einfach nur angst heimzukehren. Ich kannte mich selbst nicht mehr aus und letztendlich war ich dann auch sehr froh, dass mit meiner mutter telefonisch vereinbart wurde, dass ich mich in den nächsten zug nachhause setzen sollte und sie mir in keinster weise böse ist und sie nur heil froh ist wenn ich unversehrt heim komme. Die autoritäre dame mir gegenüber hatte zwischen mutter und mir vermittelt und so wurde mir die hürde genommen und ich konnte ohne schlechtem gewissen wieder nachhause. Beim abschied meinte sie dann „ ist doch besser sie fahren zu ihrer familie heim, als in einem obdachlosenheim zu hausen.“ als ich die einrichtung verließ, war ich mir darüber gar nicht mehr so sicher was ich eigentlich besser finden sollte, fakt war ganz klar, letzten endes, haben die beiden, die dame vom frauenhaus und meine ma gemeinsam wieder über meinen kopf entschieden und genau das wollte ich ja eigentlich nicht mehr!

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